Süße Träume mit Nachtlicht – ja oder nein?

Ein Nachtlicht steckt in der Steckdose und wirft indirektes gelbes Licht auf die Wand. Foto: © AmberAvalona, Lizenz: Creative Commons 0 1.0 , Quelle: pixabay.com

„Aber lass bitte die Tür einen Spalt offen!” – Dieser Wunsch tönt abends wohl aus unzähligen Kinderbetten an die Ohren der dazugehörigen Eltern. Der Grund ist ganz einfach: So fällt ein schmaler Lichtstreifen ins Zimmer und das Kind liegt nicht völlig im Dunklen. Aber was, wenn draußen noch Besuch da ist und die Tür für mehr Ruhe geschlossen werden soll? Oder wenn die Eltern schließlich selbst ins Bett gehen? Ein Nachtlicht kann hier sehr hilfreich sein.

Die Vorteile eines Nachtlichts

Sinn und Zweck dieser kleinen Leuchten ist es, ein klein wenig Licht in die Dunkelheit zu bringen. Dabei ist es jedoch von großer Wichtigkeit, dass wirklich nur eine ganz sanfte Helligkeit abgestrahlt wird, ähnlich wie gedämpftes Mondlicht. Denn das menschliche Auge gewöhnt sich an Dunkelheit und braucht darum eigentlich keine wirklichen Lichtquellen in der Nacht. Ein Nachtlicht ist aber nicht nur eine Unterstützung, um sich im Dunkeln zurechtzufinden, sondern soll auch die Urängste von Kindern bekämpfen.

Technische Fakten zum Nachtlicht

Nachtlichter werden heutzutage meist in vielen verschiedenen Formen und aus einem milchigen, weichen Kunststoff hergestellt. So strahlen sie nur ein klein wenig indirektes Licht ab. Durch ihre kompakte Bauweise staute sich früher sehr viel Wärme von den alten Glühlampen und verkürzte deren ohnehin schon nicht sehr langes Leben zusätzlich. Inzwischen werden darum vor allem LEDs verbaut, da diese zum einen deutlich länger halten und zudem auch ca. 35x weniger Stromkosten verursachen.

Batterie oder Steckdose?

Es gibt ganz unterschiedliche Modelle: Nachtlichter, die als Stecker direkt in die Steckdose kommen und dort dauerhaft leuchten; Nachtlichter, die via Kabel mit der Steckdose verbunden werden; Nachtlichter mit Batterien, Akkus, manuellem Schalter, Dämmerungssensor oder Zeitschaltuhr.

Hier eine Auswahl zu treffen, ist nicht einfach. Darum zwei Gedankenanstöße: Läuft die Leuchte mit Batterien bzw. Akkus, kann sie jeder Zeit ausgehen und das Kind liegt wieder im Dunkeln. Außerdem problematisch: Wird das Licht manuell bedient, können Eltern im Alltagsstress vielleicht vergessen, es ein- oder auszuschalten. Aus diesen Gründen sind Nachtlichter mit Dämmerungssensoren, die an der Steckdose hängen, sehr beliebt.

Ab welchem Alter darf ein Nachtlicht eingesetzt werden?

Viele Eltern sind sich unsicher, ab wann ein Nachtlicht ins Kinderzimmer einziehen sollte. Für gewöhnlich sagt man, dass für Babys eine solche Leuchte eigentlich noch nicht nötig ist. Sie haben für gewöhnlich noch keine Angst vor der Dunkelheit und brauchen auch noch keine Orientierungshilfe in der Nacht, da eher die Eltern zu ihnen kommen, als umgekehrt.

Doch genau das könnte wiederum ein Grund für ein Nachtlicht sein. Denn in völliger Dunkelheit zu stillen oder zu wickeln, ist nicht ganz einfach. Doch auch hier gilt: nur so viel Helligkeit wie nötig und so wenig wie möglich einsetzen.

Ab einem Alter von etwa 2 Jahren begreifen Kinder das Konzept der Dunkelheit als etwas potentiell gefährliches. Dann lauert das sprichwörtliche Monster unter dem Bett oder im Schrank und kann nur mit Licht verscheucht werden. Diese Gefühle sind übrigens nicht notwendigerweise durch gruselige Geschichten entstanden, sondern liegen tatsächlich in unseren Genen. Es dauert durchschnittlich bis zum 6. Lebensjahr, bis sich diese Angst wieder legt. In dieser Zeit kann ein Nachtlicht also der beste Wächter für den Schlafs der kleinen Lieblinge sein.

Mythos “gefährliche Nachtlichter”

1999 gab es eine Studie, die besagte, dass Kinder unter 2 Jahren, die ein Nachtlicht hatten, später verstärkt unter Kurzsichtigkeit leiden würden. Dieser Mythos geistert noch heute durch die Weltgeschichte. Dabei stand schon kurze Zeit nach Veröffentlichung dieser Studie fest, dass sie fehlerhaft war. Denn besagte Studienkinder hatten vermehrt Eltern, die ebenfalls unter Kurzsichtigkeit litten. Und keine weitere Studie konnte jemals eine Verbindung zwischen Nachtlichtern und Sehschwächen feststellen.

Eine weitere Sorge von Eltern bezieht sich auf den Schlaf der Kinder. Stört das Licht diesen vielleicht? Fakt ist, dass man (wie bereits oben erwähnt) keine zu helle Lampe einsetzen sollte. Am besten ist eine Leuchte mit Dimmfunktion. Doch auch die Lichtfarbe ist von Bedeutung. Wenn möglich sollte das Nachtlicht warm-weiß bis, rötlich leuchten. Auf keinen Fall darf es kaltes, blaues Licht abstrahlen, denn das stört die Melatoninproduktion (Schlafhormon) im Körper und lässt uns aufwachen.

Wer diese Faktoren beachtet, braucht keine Angst mehr zu haben – weder vor einem Nachtlicht, noch vor Gruselgestalten in der Dunkelheit.

Quellen

www.babycenter.de

www.nachtlicht-abc.de/nachtlicht-fragen-und-antworten/das-ideale-nachtlicht-fuer-kinder…/

www.lampenwelt.de/blog/

www.nachtlicht-abc.de/nachtlicht-fragen-und-antworten/nachtlicht-stromverbrauch/

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