Wie sieht die ideale Schreibtischlampe aus?

Eine weiße Schreibtischlampe steht vor einem Fenster auf einem Tisch, daneben ein Laptop und eine Pflanze. Foto: © unsplash, Lizenz: Creative Commons 0 1.0 , Quelle: pexels.com

Licht macht wach. Es erhöht unsere Konzentration und hilft unseren Augen dabei, sich nicht zu sehr anstrengen zu müssen. Da wir manchmal aber auch bei schlechten Lichtverhältnissen arbeiten, lesen oder lernen müssen, brauchen wir Unterstützung. Der Helfer in der Not ist die Schreibtischlampe. Aber wie sieht das ideale Modell aus? Was muss sie können? Und: Wohin mit ihr?

Schwenkbare Flexibilität oder Designer-Leckerbissen?

Klar, wir alle möchten gerne einen schönen Arbeitsplatz haben. Da muss auch die Schreibtischlampe gewissen optischen Anforderungen entsprechen. Allerdings sollten wir hier immer der Funktionalität der Lampe den Vorzug gewähren. Denn ein schickes Stück, das aber unpraktisch ist und im schlimmsten Falle auch noch blendet, will keiner auf seinem Schreibtisch haben. Wie also sollte die Schreibtischlampe aussehen?

Zunächst einmal ist es wie eben gesagt wichtig, dass sie uns nicht blendet. Dafür muss die Lampe verschiedene Eigenschaften haben. Zum einen empfiehlt sich stets ein sogenannter Schwanenhals, der sich flexibel in alle Richtungen drehen, schieben und verbiegen lässt. Ist auch die Lampe selbst (oder ein Schirm) noch um die eigene Achse drehbar, sind das ideale Voraussetzungen. Außerdem sollte die Lampe auch über einen sogenannten Diffusor (gerade wenn sie mittels LEDs funktioniert) verfügen, der das Licht weicher streut.

Besonderheiten an Schreibtischlampen

Wer das Spezielle mag, hat Dank modernster Technik heute auch bei den Schreibtischlampen eine große Bandbreite voll herrlicher Spielereien. So gibt es etwa Modelle, die sich mit einem unsichtbaren Schalter ganz problemlos dimmen lassen. Und auch die Farbtemperatur lässt sich individuell einstellen.

Welche Leuchtmittel sollten in die Schreibtischlampe?

Prinzipiell kann alles in die Schreibtischlampe, solange der Sockel passt. Allerdings haben sich in den letzten Jahren die LEDs eine Spitzenposition auf diesem Gebiet gesichert. Kein Wunder, sie sind immerhin sehr stromsparend, langlebig und werden zudem auch nicht wirklich heiß. Gerade dieser Faktor ist für Eltern interessant, die eine sichere Lampe für die Tische ihrer Kinder suchen.

Aber natürlich können auch Halogen oder Energiesparlampe verwendet werden. Wichtig ist nur, dass sie hell genug sind. Mindestens 500 Lux sollten Lampen an einem Arbeitsplatz haben, wenn wir dort lesen oder schreiben. 750 Lux sind sogar für Bildschirmarbeitsplätze vorgeschrieben. Und wenn sehr feine Arbeiten durchgeführt werden (technisches Zeichnen, Montage feinster Teile, …), dann sollten sogar 1.000 Lux herrschen. Es gilt: je heller das Licht, umso besser die Sehleistung, weil die Augen entspannter sind.

Doch nicht nur die Helligkeit ist entscheidend – auch die Lichtfarbe. Fakt ist: Warmes Licht kreiert eine gemütliche Atmosphäre. Wir entspannen uns und werden langsam müde. Keine guten Voraussetzungen für einen Arbeitsplatz. Darum wird eine Farbtemperatur von mindestens 3.000 Kelvin empfohlen. Das entspricht einem normal-weißen Tageslicht. Je höher die Kelvinzahl wird, desto kühler empfinden wir das Licht. Das fördert die Konzentration.

Achtung: Der Blau-Licht-Anteil kann gefährlich werden und unsere Gesundheit (Netzhaut der Augen, Schlaf-Wach-Rhythmus) beeinträchtigen.

Wo sollte die Schreibtischlampe stehen?

Generell heißt es immer, man solle mit mindestens zwei Lichtquellen arbeiten: Eine Deckenlampe für eine grundsätzliche Ausleuchtung und eine punktuell ausgerichtete Lichtquelle direkt am Arbeitsplatz. Ob das nun eine Tisch-, Steh- oder Wandlampe ist, bleibt dem eigenen Geschmack überlassen. Sie sollte aber auf jeden Fall neben den oben erwähnten Eigenschaften auch korrekt ausgerichtet sein.

Als Faustregel gilt, dass Rechtshänder die Lampe links von sich positionieren, Linkshänder natürlich dann rechts. So wirft sie keine lästigen Schatten beim Schreiben oder Zeichnen. Idealerweise befindet sich dann auf der jeweils anderen Seite ein Fenster, durch welches natürliches Licht fällt.

Außerdem darf die Schreibtischlampe auch nicht blenden. Am besten strahlt sie also die Wand hinter dem Tisch oder die Oberfläche des Tisches an, damit das Licht sanfter und indirekter reflektiert bei uns ankommt. Es kann auch (zum Beispiel mit einer Stehlampe) direkt an die Decke geworfen werden. So ausgestattet wird Arbeiten zur wahren Freude – Dank der idealen Schreibtischlampe.

Quellen

www.verbraucherzentrale.de/licht-richtig-auswaehlen

www.kinderzimmer-haus.de/magazin/

www.ndr.de/ratgeber/

www.ergonomie-am-arbeitsplatz.de

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