Während der 90er Jahre war die Schwarzlicht-Röhre neben den Lavalampen eines der populärsten Dekorationselemente in Jugendzimmern. Etwa 20 Jahre später begeistert das Licht, welches im Dunklen viele Gegenstände leuchten lassen kann, nicht nur Besucher von Diskotheken wieder. Auch in heimischen Gefilden kommt es super an.

Was ist eigentlich Schwarzlicht?

Schwarzlicht – ein oft gehörter und auch oft benutzter Begriff. Sicher haben viele von Euch es schon mal irgendwo gesehen. Aber was genau ist eigentlich Schwarzlicht, wie funktioniert es und was kann man damit alles machen?

Schwarzlicht ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Ultraviolettstrahlung (kurz UV-Strahlung) und hier speziell für den Bereich der UV-A-Strahlung. Bei der UV-Strahlung handelt es sich um eine elektromagnetische Strahlung. Da sie außerhalb des für Menschen sichtbaren Lichtspektrums von 400 bis 700 nm liegt, können wir sie nicht wahrnehmen.

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Zuletzt aktualisiert am 20. Oktober 2020 um 15:36 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Einsatzbereiche und Vorkommen von Schwarzlicht

Im natürlichen Bereich kommt ultraviolettes Licht in der Sonnenstrahlung vor, im Polarlicht oder in Gewitterblitzen. Es kann jedoch auch künstlich erzeugt werden. So zum Beispiel mit einer sogenannten Niederdruck-Gasentladungslampe (ähnlich der Leuchtstofflampe), der sogenannten Schwarzlichtröhre – oder mit Hilfe von Ultraviolett-Leuchtdioden – der Schwarzlicht-LED. Es kommt hauptsächlich in Diskotheken zum Einsatz oder wird für Showeffekte genutzt. Seine Wirkung entfaltet es nur in abgedunkelten Räumen. Die Strahlung regt Neonfarben und andere fluoreszierende Stoffe zum Leuchten an (zum Beispiel die oft eingesetzten optischen Aufheller in vielen Waschmitteln).

Desweiteren dient die Strahlung zum Erkennen diverser Sicherheitsmerkmale auf wichtigen Dokumenten (etwa Ausweispapiere) oder Zahlungsmitteln (Euro-Scheine) sowie bei Neonstempeln, welche heutzutage gern als Eintrittskarten beispielsweise zu Konzerten verwendet werden. Ein weiteres Einsatzgebiet für Schwarzlicht ist die Mineralogie. Seit einigen Jahren sind auch die sogenannten Schwarzlicht-Tattoos auf dem Vormarsch, bei denen man eine fluoreszierende Farbe unter die Haut sticht, welche dann unter Schwarzlicht leuchtet.

Schwarzlicht zu Hause

Schwarzlicht gibt es inzwischen natürlich auch in handlichen Größen und zu günstigen Preisen für den Hausgebrauch zu erwerben. Man kann damit nach Lust und Laune seine eigenen vier Wände cool in Szene setzen. Folgende Dinge solltet Ihr dabei beachten:

  • Die passende Größe der Schwarzlichtlampe (die Größe der Lampe solltet Ihr je nach Bedarf wählen, wenn ihr nur ein Schwarzlichtposter anleuchten wollt, dann reicht eine kurze Röhre, soll aber der ganze Raum „beleuchtet werden“, dann solltet Ihr sicherlich mehrere Große Röhren verwenden)
  • Raum abdunkeln (wichtig für den Einsatz von Schwarzlicht ist, dass Euer Raum dunkel ist bzw. kein Sonnenlicht hereinscheint)
  • Fluoreszierende Materialien (nur allein Schwarzlicht reicht nicht aus, um tolle Effekte zu erzeugen – es müssen auch Stoffe vorhanden sein, die das Schwarzlicht zum Leuchten bringt… hierbei können euch Poster, Schwarzlichtmarker, Schwarzlichtschnur, -pulver oder -tape behilflich sein)

Schwarzlicht: Do it Yourself?

Ultraviolettes Licht umgibt uns also tagtäglich unbemerkt, denn auch im Sonnenlichtspektrum ist es enthalten. Wir können es natürlich nicht einfach dort herausfiltern und einfangen. Wie man trotzdem ganz leicht eine Schwarzlichtlampe selber bauen kann, zeigen wir an den folgenden zwei Tricks.

Für den Quickie zwischendurch

Immer mit dabei ist unser Smartphone. Und dieses ist die perfekte Grundlage für einen schnellen Life Hack, um Schwarzlicht zu zaubern. Dazu braucht es nur durchsichtiges Klebeband sowie einen blauen und violetten Permanentmarker:

  1. Ein kleines Stückchen Klebeband über das Blitzlicht des Handys kleben.
  2. Mit dem blauen Marker diese Schicht Klebeband bemalen.
  3. Ein zweites Stück Klebeband drüberkleben.
  4. Diese Schicht ebenfalls wieder blau färben.
  5. Eine dritte Ebene Klebestreifen draufkleben.
  6. Das Stückchen mit dem violetten Marker anmalen.

Und schon ist das mobile Schwarzlicht am Smartphone fertig und tatsächlich einsatzfähig! Ganz schnell und einfach gemacht. Natürlich entspricht die Leistung keiner echten Schwarzlichtröhre, aber sie funktioniert dennoch ausreichend, um den Effekt erkennen zu können.

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Für die geduldigeren Bastler

Ebenfalls sehr handlich und immer mit dabei haben kann man kleine LED-Taschenlampen. Diese können mit wenigen Handgriffen auch ganz schnell Schwarzlicht produzieren. Dazu braucht man nur entsprechende LEDs (am besten im Bereich 365 – 385 nm) und ein bisschen Werkzeug:

  1. Zunächst werden die hintere Abdeckung sowie die Batterie entfernt.
  2. Mit einem Schraubendreher kann nun vorsichtig die vordere Einheit mit den LEDs entfernt werden. Sie lässt sich meist ganz einfach herausdrücken.
  3. Die normalen LEDs werden nun durch die ultravioletten ausgetauscht. Achtung, mit der richtigen Polung einsetzen!
  4. Die Lampe nun einmal testen und wenn alle LEDs leuchten wieder zusammenbauen.

Für diese Bauanleitung empfiehlt es sich vielleicht, wenn man bereits ein bisschen Erfahrung mit LEDs gesammelt hat. Prinzipiell ist es aber wirklich nicht schwer und die etwas aufwendigere Fummelarbeit lohnt sich – denn so eine Schwarzlicht-Taschenlampe ist definitiv praktisch!

 

Wozu braucht man ein Schwarzlicht to go?

Es gibt Momente, in denen es durchaus praktisch ist, ein kleines Schwarzlicht dabei zu haben.

In Restaurants und Hotels

Wer stand zum Beispiel noch nie vor einer scheinbar sauberen Toilette oder einem offiziell frischen Laken in einem Hotelzimmer und hat sich gefragt, wie sauber und frisch sie tatsächlich sind? Eine kleine Untersuchung mit Schwarzlicht kann hier Klarheit schaffen. Denn Urin und andere Körperflüssigkeiten mit hohem Proteingehalt leuchten bei Schwarzlicht. Sie enthalten fluoreszierende Moleküle, die unter dem kurzwelligen, hochenergetischen Licht einer Ultraviolettlampe leuchten. Daher eignen sich UV-Lampen hervorragend, um solche Flecken auf Teppich und Polstern zu finden.

Für Partylöwen

Auch auf Partys kommt ein Schwarzlicht immer gut an. Ist man selbst der Gastgeber und will für einen lustigen Effekt sorgen, kann man zum Beispiel Eiswürfel aus Tonic Water herstellen. Die darin enthaltenen Bitterstoffe sind eine natürliche, fluoreszierende Quelle und lassen die Trinkgläser blau aufleuchten.

Wer schön sein will…

Und schließlich ist auch in der Schönheitsindustrie das Schwarzlicht angekommen. Neben leuchtenden Nagellacken und Make-Up-Produkten werden auch UV-Tattoos immer beliebter. Wer also den Körperschmuck gerne tragen möchte, ohne dass es sofort offensichtlich ist – für den ist die “Schwarzlichttinte” ideal.

Quellen

wikipedia.org/wiki/Ultraviolettstrahlung
www.gutefrage.net
www.neuropool.com

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